Herkunft des Brennstoffes Holz

Holz ist ein vielseitiger und ein wertvoller Rohstoff mit einer hohen Wertschöpfungstiefe. Im Energiesektor werden überwiegend Rest- und Abfallhölzer eingesetzt, die bei der Holzernte im Wald, der Holzverarbeitung in den Sägewerken oder der weiterverarbeitenden Industrie anfallen, sowie Altholz, dass am Ende seiner Produktlebenszeit keiner weiteren Nutzung mehr zugeführt werden kann. Das Holz wird so mit einer sehr hohen Ressourceneffizienz genutzt und beweist, dass eine stoffliche und energetische Nutzung von Holz sich nicht ausschließen, sondern Hand in Hand gehen.

Auch das Energieholz aus dem Wald fällt als Nebenprodukt der eigentlichen Holzernte für die stoffliche Nutzung an. Hier werden überwiegend Waldresthölzer wie zum Beispiel das Kronenmaterial und die Äste der geernteten Bäume sowie Durchforstungsmaterial und Minderqualitäten wie schief gewachsene Bäume genutzt. Dabei wird streng auf einen ausgewogenen Bodennährstoffgehalt und naturschutz-fachliche Aspekte wie beispielsweise den Erhalt von Totholz geachtet.

Das Marktdesign der biogenen Strom- und Wärmeerzeugung in Deutschland gewährleistet dabei Regionalität und eine „Energie der kurzen Wege“. Ein signifikanter Import von Holzbrennstoffen aus EU-Drittstaaten findet bei uns auch aus wirtschaftlichen Überlegungen nicht statt.

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