13.09.2019

Kreislaufwirtschaftsgesetz muss Vorteile der energetischen Verwertung weiter nutzen

Berlin, 13. September 2019. Der Fachverband Holzenergie (FVH) hat in dieser Woche eine Stellungnahme zum Entwurf des Kreislaufwirtschaftsgesetzes vorgelegt, mit dem das Bundesministerium für Umwelt, Verbraucherschutz und nukleare Sicherheit (BMU) in erster Linie die europäische Abfallrahmenrichtlinie umsetzt. In seiner Stellungnahme fordert der FVH, dass die Vorteile der energetischen Verwertung weiter genutzt werden. Nur so können die damit verbundenen Klimaschutzleistungen erhalten bleiben.


„Grundsätzlich begrüßen wir eine verstärkte Förderung der Kreislaufwirtschaft sowie die Vermeidung und die stoffliche Verwertung von Abfallströmen natürlich – schließlich gehen die stoffliche und die energetische Nutzung Hand in Hand“, betont Matthias Held, Geschäftsführer des FVH. „Allerdings ist die Einführung verbindlicher Recyclingquoten hinsichtlich ihrer Lenkungswirkung nicht unproblematisch. Hier ist es wichtig, dass die stoffliche Nutzung nur dann eingesetzt wird, wenn sie möglich und sinnvoll ist, nicht aber auf Kosten der Produktsicherheit geht oder mit zu hohem Ressourcenverbrauch umgesetzt wird. Der Weg in die energetische Verwertung darf gerade dann nicht verbaut werden“, so Held weiter. „Das ist essenziell, denn die gezielte energetische Nutzung von Abfällen wie Altholz und anderen biogenen Reststoffen trägt in einem erheblichen Umfang zur Dekarbonisierung der Energieversorgung und dem Klimaschutz bei“, resümiert der Geschäftsführer. Im Falle von Altholz werden beispielsweise jährlich durch die energetische Verwertung ca. 5 Millionen Tonnen CO2 eingespart. Gleichzeitig sorgt die Nutzung als Holzenergie auch dafür, dass mit Schadstoffen behaftete Altholzsortimente bestimmungsgemäß aus dem Kreislauf geschleust und effizient und ökologisch in Wert gesetzt werden, z. B. als Prozesswärme in der Industrie.


Die Vorschläge des Verbandes zum Entwurf des Kreislaufwirtschaftsgesetzes beinhalten daher u. a., stets in den Vordergrund zu stellen, dass eine stoffliche Umsetzung ohne negative Auswirkungen auf Mensch und Umwelt gewährleistet werden kann. Hierfür muss die technische Machbarkeit und wirtschaftliche Vertretbarkeit berücksichtigt und klar definiert werden. Weitere Vorschläge wurden in der Stellungnahme des FVH zusammengefasst.



Über den Fachverband Holzenergie

Der Fachverband Holzenergie wurde als Fachabteilung im Bundesverband Bioenergie e.V. (BBE) gegründet, um die Marktexperten aller Holzenergie-Sektoren zu einem starken Netzwerk zusammenzuführen und sie auf nationalem und europäischer Ebene zu vertreten. Die über 100 Mitglieder bilden die gesamte Wertschöpfungskette der Holzenergie ab – von Betreibern, Herstellern und Zulieferern bis hin zu Instituten, Beratern und Netzwerken.

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