07.02.2018

Neue Koalition muss Chancen der Bioenergie ergreifen

Berlin, 7. Februar. Der Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD bleibt für eine entschlossene Energiewende zwar vieles schuldig, bietet aber Ansatzpunkte für die dringend notwendige Dekarbonisierung unserer Wirtschaft. Das erklären die Bioenergieverbände und der Deutsche Bauernverband (DBV) anlässlich der Einigung der Parteien auf ein Regierungsprogramm für die kommenden vier Jahre.

Auf die von Union und Sozialdemokraten erkannte „Handlungslücke“ zur Erreichung der Klimaziele 2020 müssen nun die richtigen Taten folgen. Dafür wird die Bioenergie ebenso benötigt wie für die von den Koalitionären bis 2030 angestrebte Steigerung des Anteils Erneuerbarer Energien am Strommarkt auf 65 Prozent. Die Koalition hat ihre Ziele gegenüber den bisherigen Plänen um rund 10 Prozentpunkte angehoben. Zur Verwirklichung dieser Ziele wird sie neben Windenergie und Solarstrom auch Bioenergieträger benötigen. Denn fluktuierende, witterungsabhängige Erneuerbare Energien erfordern einen Ausgleich durch die flexibel einsetzbare Bioenergie, die zudem als Speicher dient.

Es ist daher folgerichtig und notwendig, dass Union und SPD den Bestand an Bioenergieanlagen im Zuge der EEG-Ausschreibungen weiterentwickeln wollen. Hierfür werden Nachbesserungen am Design der Ausschreibung benötigt, fordern die Bioenergieverbände und der DBV. Sie begrüßen das Bekenntnis von Union und SPD zur verstärkten Reststoffverwertung und einem erhöhten Einsatz von Blühpflanzen für die umweltfreundliche Energiegewinnung. Auch die Ankündigung der Koalitionäre in spe, die Treibhausgas-Minderungsquote (THG-Quote) zur Unterstützung von Biokraftstoffen aus Rest- und Abfallstoffen sowie aus Pflanzen weiter zu entwickeln, begrüßen die Verbände.

Der Ausbau Erneuerbarer Energien ist bisher weitgehend auf den Stromsektor beschränkt. Soll die Energiewende erfolgreich sein, muss sie auch den Wärme- und Verkehrssektor erfassen. Das ist im Koalitionsvertrag nun festgeschrieben. Die Bioenergieverbände und der DBV mahnen vor diesem Hintergrund, das Potenzial der Bioenergie für die Wärme- und Verkehrswende sowie für die Kopplung der Energiesektoren zu nutzen.


Kontakt:

Bundesverband Bioenergie e.V. (BBE)
Bernd Geisen
Geschäftsführer
Tel. 02 28 / 810 02 59
Mail: trvfrannnanesnnnovbraretvr.qr
Fachverband Biogas e.V. (FvB)
Alexander Knebel
Politischer Pressesprecher
Tel. 0 30 / 2758 179 21
Mail: nyrknaqre.xarorynnnanesnnnovbtnf.bet
Deutscher Bauernverband e.V. (DBV)
Axel Finkenwirth
Pressesprecher
Tel. 0 30 /31904 240
Mail: cerffrnnnanesnnnonhreaireonaq.ar
Fachverband Holzenergie im BBE (FVH)
Thomas Siegmund
Geschäftsführer
Tel. 0228 / 81 002 57
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