12.06.2017

Nachhaltige Waldbewirtschaftung in Weissenburg

Weißenburg / Stuttgart / Berlin, 12.06.2017: Ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltig – so müssen Wälder bewirtschaftet sein, wollen sie das PEFC-Siegel für nachhaltige Waldbewirtschaftung erhalten bzw. behalten. Anlässlich der Kontrolle des PEFC-Standards im Weißenburger Wald vergewisserte sich Gutachter Horst Gleißner von der Zertifizierungsstelle HW-Zert GmbH zusammen mit Artur Auernhammer (MdB, CSU) und Weißenburgs Oberbürgermeister Jürgen Schröppel, ob alle Regeln eingehalten wurden. Im Fokus der Kontrolle standen dabei beispielsweise Fragen zur Gesundheit und Vitalität des Waldes sowie der biologischen Vielfalt, die Einhaltung von Unfallverhütungsvorschriften zum Schutz der Waldarbeiter oder das Verbot von Kahlschlägen und Pestiziden zur Ertragssteigerung.

Artur Auernhammer betonte, dass nur ein nachhaltig bewirtschafteter Wald dauerhaft seinen Beitrag zur Befriedigung aller gesellschaftlichen Ansprüche leisten könne. Zunehmende Nutzungseinschränkungen seien nicht zielführend und legten Waldeigentümern kostspielige Steine in den Weg. Gerade die standortgerechte Vermarktung von Waldrestholz und Minderqualitäten als Energieholz habe sich als wertvolle Einnahmequelle zur Finanzierung der nachhaltigen Waldbewirtschaftung erwiesen.

Bayern gehe hier mit gutem Beispiel voran. In keinem anderen Bundesland werde mit Holzenergie ein größerer Beitrag für Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Arbeitsplätze im ländlichen Raum geleistet. Viele innovative Unternehmen der Holzenergiebranche hätten in Bayern ihre Heimat. Ihre Grundlage sei der bewusste und verantwortungsvolle Umgang mit der Ressource Holz und die an strengen Nachhaltigkeitskriterien ausgerichteten Bewirtschaftung der Wälder, die durch die hohen PEFC-Standards und strengen Kontrollen unabhängiger Zertifizierer gewährleistet und dokumentiert würden. „Der deutsche Wald hat das Potenzial und die moderne Forstwirtschaft das Wissen, den wachsenden gesellschaftlichen Ansprüchen an den Wald gerecht zu werden und die stoffliche und energetische Holznutzung auch zukünftig mit Augenmaß weiter auszubauen“, ist Auernhammer überzeugt.


Über PEFC:

PEFC ist die größte Institution zur Sicherstellung nachhaltiger Waldbewirtschaftung durch ein unabhängiges Zertifizierungssystem. Holz und Holzprodukte mit dem PEFC-Siegel stammen nachweislich aus ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltiger Forstwirtschaft.

PEFC Deutschland e.V. wurde 1999 gegründet und entwickelt die Standards und Verfahren der Zertifizierung, stellt der Öffentlichkeit Informationen bereit und vergibt die Rechte am PEFC-Logo in Deutschland. PEFC ist in Deutschland das bedeutendste Waldzertifizierungssystem: Mit 7,3 Millionen Hektar zertifizierter Waldfläche sind bereits rund zwei Drittel der deutschen Wälder PEFC-zertifiziert.


Über den FVH :

Der FvH wurde als Fachabteilung im Bundesverband BioEnergie e.V. (BBE) gegründet, um den einzelnen Sektoren eine gemeinsame Stimme zu geben und die Wahrnehmung der Holzenergie insgesamt entsprechend ihrer Leistungen zu verbessern. In seinen Arbeitsgruppen beraten die Unternehmen des Holzenergiemarktes Gesetzesentwürfe und energiepolitische Strategien, erheben Daten und erarbeiten praxisnahe Lösungen zu aktuellen Fragestellungen.

Als Teil des BBE erarbeitet der Fachverband Holzenergie dabei ganzheitliche Ansätze in Zusammenarbeit mit den Sparten Biogas und Biokraftstoffen und in enger Abstimmung mit dem Bundesverband Erneuerbare Energien sowie dem Europäischen Biomasseverband AEBIOM.




Kontakt PEFC Deutschland: Catrin Fetz | PEFC Deutschland e.V. | Tübinger Straße 15 | 70178 Stuttgart |
Tel.: 0711 / 24861820 | srgmnnnanesnnncrsp.qr | www.pefc.de

Fachverband Holzenergie im Bundesverband BioEnergie e.V. (BBE): Thomas Siegmund I Godesberger Allee 142-148 I 53175 Bonn I Tel.: 0228.81 002-23 I fvrtzhaqnnnanesnnnsnpuireonaq-ubymraretvr.qr I www.fachverband-holzenergie.de

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