11.11.2015

Bundesweite Umfrage zur sekundären Aufbereitung und Zertifizierung von qualitativ hochwertigen Holzhackschnitzeln

Dieses Jahr sind mehrere durch die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) über den Förderschwerpunkt „Nachwachsende Rohstoffe“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) geförderte Forschungsprojekte gestartet, die sich mit der Bereitstellung von qualitativ hochwertigen Holzhackschnitzeln beschäftigen. Hintergrund ist die Einführung der 2. Stufe der 1. Bundesimmissionsschutzverordnung (1. BImSchV) zum 01.01.2015 und den somit deutlich niedrigeren Grenzwerten erlaubter Emissionen für automatische Holzfeuerungen.

Im Projekt "qualiS - Brennstoff-Qualifizierung und Qualitätsmanagement in der Hackschnitzelproduktion als Beitrag zur Emissionsminderung und Nachhaltigkeit" untersuchen der Bundesverband BioEnergie e.V. (BBE), das Technologie- und Förderzentrum im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe (TFZ), die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF), das Deutsche Biomasseforschungszentrum (DBFZ) und die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Göttingen (HAWK) die Marktvoraussetzungen und das Absatzpotenzial für hochwertige Hackschnitzel, die Aufbereitungsschritte bei der Produktion, die daraus resultierenden Brennstoffqualitäten und den Einfluss dieser Qualitäten auf die Emissionen aus kleinen Feuerungsanlagen (< 100 kW). Daneben werden Qualitätssicherungssysteme für interne und externe Kontrollen entwickelt. Im Projekt "HackZert - Entwicklung eines Zertifizierungsprogramms für Holzhackschnitzel" erarbeiten das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) und das TFZ ein Nachweissystem in Form einer Zertifizierung für hochwertige Hackschnitzel. Beide Projekte arbeiten dabei eng zusammen und zielen auf einen bundesweit einheitlichen, praxistauglichen Standard ab.

Marktakteure aus dem Bereich Holzhackschnitzel sind nun eingeladen, an einer Online-Umfrage unter dem Link https://de.surveymonkey.com/r/Anbieter_HHS oder www.holzenergieonline.de teilzunehmen. Die Umfrage ist ab sofort bis 18.12.2015 offen. Die Angaben werden vertraulich behandelt und nur Ergebnisse veröffentlicht, die keine einzelbetrieblichen Rückschlüsse ermöglichen.

Für Rückfragen steht Frau Schreiber von der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (Tel.: 08161/71-4669) zur Verfügung.

© Fachverband Holzenergie 2017